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Andacht vom 16.05.2020: Gottes Liebe feiern

Seit  letztem  Sonntag gibt es sie wieder: Gemeinsame  Gottesdienste  in  der Schlosskirche! Es    sind    andere    Gottesdienste als gewohnt–ohne Gemeindegesang, dafür mit Abstand und Mundschutz. Aber trotzdem lag so eine fröhliche, dankbare Stimmung im Raum: Wir dürfen wieder, es ist so weit!

 

Natürlich  hat  es  auch  in  den  letzten  Wochen  Gottesdienste  gegeben – als Lesegottesdienste für zuhause, Gottesdienste im Fernsehen oderim Radio, oder geistliche Angebote im Internet. Das war Verkündigung am einen Ort –und die Wahrnehmung,  die  Reaktion  darauf  an  einem  völlig  anderen.  Ich  bin  wirklich dankbar  für  diese  Möglichkeiten, denn  darüber  konnten und  können wir mit einander auch auf Distanz Gottesdienste feiern und in Kontakt bleiben. Letzten  Sonntag aber habe  ich  gespürt,  wie  gut  es  mir  tut,  gemeinsam mit anderen  in  einem  Raum  zu beten und auf  Gottes  Wort zu hören. Mir fällt  es leichter, mich gemeinsam mit   anderen hineinnehmen zu lassen   in   die Geschichten der Bibel. Und dann diese Geschichten wiederum hineinwirken zu lassen in unser Leben heute, in unsere Zeit.

 

Das zeigte mir besonders ein Taufgottesdienst am vergangenen Sonntag. Taufe mit Mundschutz –ob sich das wohl stimmig anfühlen kann? Ja, es kann! Denn Gottes Liebe ist größer als alle Hindernisse. So  ähnlich,  nur  schöner erzählte es  der  Taufspruchaus  dem  Jesajabuch.  Da spricht  Gott:  „Berge  mögen  von  ihrer  Stelle  weichen  und  Hügel  wanken,  aber meine Liebe zu dir kann durch nichts erschüttert werden. “Berge und Hügel, die kennen wir hier in Weilburg zur Genüge. Und ins Wanken kommen die nicht. Wanken tun nur wir, wenn wir die Hügel hochkraxeln. Doch sogar,   wenn   diese   Gewissheit wegbräche wie   so   vieles,   das   bislang selbstverständlich erschien, aber sich in diesen Wochen verändert, selbst dann noch umfängt uns Gottes Liebe. Denn Gott ist für uns da, seine Liebe ist einfach durch nichts klein zu kriegen. Oder in Anlehnung an Drafi Deutscher: Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Gottes Liebe nicht.

 

So, jetzt haben Sie möglicherweise einen Ohrwurm - und ich freue mich auf den nächsten Gottesdienst! Gott segne Sie, in welcher Form auch immer Sie Gottesdienst feiern.

Pfarrerin Cornelia Stock; stock@evangelisch-in-weilburg.de

 

 

 

 

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