Eine feste Burg ist unser Gott: Veranstaltungen zum Reformationsfest

29.10.2016

Die Bach-Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ steht im im Mittelpunkt des zentralen Gottesdienstes zum Reformationsfest. Er wird am Sonntag, den 30. Oktober um 17 Uhr in der Weilburger Schlosskirche gefeiert. Eine Apfelbaum-Pflanzaktion und Schulgottesdienste ergänzen das Programm in Weilburg.

Die Kantorei der Schlosskirche präsentiert mit einem Projekt-Orchester und Solisten die Bach-Kantate. Pfarrerin Cornelia Stock und Pfarrer Guido Hepke gestalten Liturgie und Predigt in diesem Dekanatsgottesdienst gemeinsam. Dabei versuchen sie, dem musikalischen Werk des Leipziger Thomaskantors seinen angestammten Ort im Gottesdienst zu geben. „Bach hat diese Musik nicht für ein Konzert komponiert“, erklärt Pfarrer Guido Hepke, „Er hat seine Stücke mit den Gebeten des Gottesdienstes verwoben“. Genau daran orientieren sich die beiden Weiburger Pfarrer. „Wir wollen Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpfen“, sagt Hepke. „Denn die Reformation vor fast 500 Jahren hat mit uns heute zu tun.“, so der Theologe weiter. In ihrer Dialogpredigt ziehen Stock und Hepke Verbindungslinien auch zu den Anfängen evangelischer Kirchengeschichte in Weilburg: Am Reformationstag vor 490 Tagen begann die Reformation in der Stadt an der Lahn.

Bereits am Samstag, den 29. Oktober, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Weilburg nach Odersbach ein. Im Kirchgarten an der Christuskirche wird um 15 Uhr feierlich ein Apfelbäumchen gepflanzt. Die Pflanzaktion wird mit einer Andacht begleitet, die das Weilburger Pfarrteam gestaltet. Im Anschluss gibt es Kaffee im Gemeindesaal der Christuskirche Odersbach. Mit dieser Aktion erinnert die Gemeinde an ein Sprichwort, das Martin Luther nachgesagt wird: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen“. Gestiftet wurde der Baum von der Kelterei Heil, Kirchenvorsteher Jan Kramer hat die Pflanzaktion vorbereitet, mit der die Gemeinde ein Zeichen der Hoffnung setzen möchte.

Am Reformationstag selbst (Montag 31. Oktober) finden in der Weilburger Schlosskirche zwei Schulgottesdienste statt. Sie beginnen um 8.30 Uhr bzw. 9.30 Uhr. Pfarrerin Stock und Pfarrer Hepke spüren darin den Anfängen der Reformation nach. In einem fiktiven Gespräch schlüpfen sie in die Rollen von Luther und seinem Widersacher Johannes Tetzel. Auch Erwachsene sind bei den Gottesdiensten willkommen.

2017 jährt sich der Beginn der Reformation zum 500. Mal. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther 95 Thesen an die Schlosskirchentür zu Wittenberg geheftet, und Kirchenreformen gefordert.

Das Reformationsjubiläum ist Anlass für die Evangelischen Kirchengemeinden in der Region, um dem nachzuspüren: Wie muss Kirche heute sein? Braucht es auch heute Reformen?

Es geht also nicht um den Blick zurück, sondern darum, aus der Geschichte für die Gegenwart zu lernen. – Infos: Pfarrer Guido Hepke (Tel. 06471 3119400) oder Pfarrerin Cornelia Stock (Tel. 06471 3119402)

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